Sa. 13. September 2025 | 19:45 | Fürth
Christkönigkirche
Friedrich-Ebert-Straße 3-5 | 90766 Fürth
15 (12) Euro | >Information und Reservierung | Abendkasse ab 19:00
Das Festivalfinale in Christkönig bietet eine seit dem Barock beliebte Klangkombination: Melismen und Koloraturen der Sopranstimme verbinden sich mit Trompetenfanfaren und farbenreichen Orgel-Mixturen – beispielhaft verwirklicht von Johann Sebastian Bach in seiner Bravour-Kantate Jauchzet Gott in allen Landen. Schon vor Bach komponierte der polnische Piaristen-Pater Damian Stachowicz ein funkelndes Concerto für diese Besetzung: Veni consolator. Der Mozart-Zeitgenosse Giuseppe Giordani schrieb dann mit seinen Arie Sacre kleine Opernszenen für den Kirchenraum. Und Bernhard Krol schuf im Jahr 2000 ein modernes Gloria breve. Abgerundet wird das Programm durch Klangmeditationen von Olivier Messiaen und Jehan Alain sowie durch die funkelnde Orgelsonate von Norbert von Hannenheim. Mit Katrin Küsswetter (Sopran), Johannes Stürmer (Trompete), Lorenz Trottmann (Orgel) und Michael Herrschel (Rezitation).
Sa. 20. September 2025 | 20:00 | Fürth
St. Michael
Kirchenplatz | 90762 Fürth | im Rahmen der Stadt(ver)führungen
So. 28. September 2025 | 17:00 | Nürnberg
Gethsemanekirche
Steinmetzstraße 2b | 90431 Nürnberg | Eintritt frei
Evergreens plus temporeich erzählte Lebensgeschichte bieten Michael Herrschel und Sirka Schwartz-Uppendieck in ihrem George Gershwin-Recital: mit Hits von Scandal Walk und I’ll Build A Stairway To Paradise bis Let’s Call The Whole Thing Off und It Ain’t Necessarily So. Gershwin, der im Yiddish Theatre District von Brooklyn, New York aufwuchs, brachte als Pianist und Songwriter mit zündenden Rhythmen und eleganter Melodik einen unverwechselbar lässigen Schwung in die Musikwelt. Wie im Zeitraffer verlief seine Karriere, von den frühen Erfolgen an der Tin Pan Alley über den kometenhaften Aufstieg im Show- und Filmbusiness bis hin zu Gershwins letztem Song, seinem Vermächtnis, seiner Liebeserklärung an das Publikum – Love is here to stay!
Weitere Veranstaltungen siehe hier!
Feurig, melancholisch, temperamentvoll, virtuos: Aktuelle Titel aus den Chansonprogrammen von Michael Herrschel & Sirka Schwartz-Uppendieck sind hier auf Youtube zu sehen & zu hören.
• Georg Kreisler: Das Triangel | Zuhause ist der Tod
• Claude Roth: Les gorges froides | Chanson de chasse | Chanson | Sur la route & La rose au bord de Seine
• Chiquinha Gonzaga: Si fuera verdad | A Brasileira | Fádo Português de Marcolino | Ó abre alas
Videos mit Instrumentalmusik gibt es hier:
• Komponistinnenkonzert: Romantische Musik von Fanny Mendelssohn, Emilie Mayer, Mélanie Bonis, Lili Boulanger
• Sommermusik: Barock & Blues
• Tina Ternes: Dorische Suite
Ein Buch der explosiven Gefühle: Der Mythos von Medea als fulminante Rachetragödie aus dem alten Rom. Die lateinische Vorlage schrieb Seneca. Moment mal: Seneca? Der stoische Philosoph der Gelassenheit? Ja! In diesem Stück weckt er krasse Emotionen.
2000 Jahre alt ist die Sprache von Medea, und noch immer packend aktuell. Was bisher fehlte, war eine Version in moderner Sprache. Genau die liefert jetzt Michael Herrschel.
Der Plot: Medea hat für Jason alles aufgegeben. Ist kriminell geworden, um ihm das Leben zu retten. Er benutzt sie und lässt sie fallen. Sie ist Ausländerin. Er will in noble Kreise einheiraten. Mit sarkastischer Schärfe beschreibt Medea ihre
Situation und entwickelt ihren Racheplan.
Michael Herrschel schlüsselt die archaischen Sprachbilder auf und zeigt Medea als Stachel im Fleisch ihrer Umwelt. Schonungslos entlarvt sie Jasons Larmoyanz, den Kleinmut ihrer Amme, Kreons kalte Staatsräson und die grausame Hohlheit fremdenfeindlicher Sprechchöre.
Medea. Nach Seneca ist ein radikaler Text. Fremd und nah, verletzlich und verletzend. Eine aufwühlende Parabel über die Frage: Wie weit gehst du, wenn du nichts mehr zu verlieren hast? Wenn du auf der Straße beschimpft wirst? Steine durch dein Fenster fliegen? Wutbürger deine Ausweisung fordern? Und die Person dich verrät, der du am meisten vertraust?
Michael Herrschel: Medea. Nach Seneca
Verlag edition promenade, Fürth 2025
Softcover, 80 Seiten | 15 Euro
ISBN 978-3-944897-22-6
Provokante Poesie als Gegengift gegen Fatalismus: In vierzehn Prosagedichten wirft Michael Herrschel Schlaglichter auf pulsierendes urbanes Leben. Auf gemischte Gefühle in Zeiten der Terrorangst und auf die Frage: Wie geht es weiter? Die Sprache der vierzehn Texte wechselt stetig ihre Perspektive, ihr Timbre, ihren Charakter. Sie ist bizarr und sarkastisch. Und ebenso scheu und verletzlich. Sie leuchtet für Sekunden hinein in ein Geflecht von unzähligen Linien, Plänen, Ereignissen, die sich überschneiden. Vierzehnmal zeigt sie eine Trauer, die nicht erstarrt. Eine Wut, die nicht verraucht. Eine Ratlosigkeit, die kindlich bohrend fragt und weiterfragt. Und eine Sehnsucht nach Leben, die durch nichts und niemanden ausgelöscht werden kann.
„Dem Autor ist nicht bang vor Bildern. Er setzt sie in Szene mit der gleichen Unerschrockenheit und Kompromisslosigkeit, wie sie gut gemachten Video-Clips zu eigen ist.“ (Fürther
Nachrichten)
> Rezension: In der Masse erklingen Stimmen der Hoffnung
Michael Herrschel: Kreuzungen. Lichtpunkte | Croisements. Points lumineux
Prosagedichte. Zweisprachige Ausgabe deutsch & französisch (Übersetzung: Anna Juliette Guilloux). Verlag edition promenade, Fürth 2017
ISBN 978-3-944897-15-8
> Zur Bestellung
„Heute fliehen wir aus dem Grab. Die Vögel sind schon wach. Zwitschern in den Bäumen wie wild. Hört ihr? Ich möchte auch so singen. So hell, so frei. Für euch, Schwestern, und für die Welt!“
Katharina.Schatten.Spiel erzählt von Aufbruch, Umsturz und Veränderung. Eine Stimme von heute schlüpft in die Rolle von Katharina von Bora. Sie macht sich auf eine abenteuerliche Reise durch die Zeit. Sie stellt Fragen. Sie begehrt auf. Sie empört sich. Sie ist voller Lebenslust und Lebenswut.
„‚Katharina.Schatten.Spiel‘ holt Luthers Gemahlin aus dem Dunkel der Geschichte in die Gegenwart.“ (Fürther Nachrichten)
Michael Herrschel: Katharina.Schatten.Spiel
Verlag edition promenade, Fürth 2017
ISBN 978-3-944897-16-5
> Information
Brandneu erschienen bei Kreuzberg Records Berlin: die Studioproduktion des Programms Graphics in Music & Poetry. Michael Herrschel (Rezitation), Gernot Hammrich (Gitarre) und Lorenz Trottmann (Klavier) entführen in magische Klang-Landschaften, inspiriert durch Bilder von Caspar Walter Rauh.
Das Programm umfasst Kompositionen von Horst Lohse und Lorenz Trottmann nach Gedichten von Michael Herrschel (Fenster ins Nadelgebiet 1-3), Ingo Cesaro und Ursula Shields-Huemer.
> Zur Online-Bestellung bei Kreuzberg Records
Pandora ist tot von Michael Herrschel (Text) & Horst Lohse (Musik)
> Video: Uraufführung im Staatstheater Darmstadt
Solgerd Isalv (Mezzosopran)
Neil Valenta (Klavier)
Benjamin Weber (Video)
Eine Zusammenarbeit von Solgerd Isalv, #CultureContinued, edition gravis und dem Staatstheater Darmstadt
Siehe auch:
Michaela Domes rezitiert Pandora ist tot von Michael Herrschel